Nachruf auf Confrater Siegfried Kremer
Die Komturei „Franken“ trauert um ihren Confrater Siegfried Kremer, der am 5. August 2026 im hundertsten Lebensjahr verstorben ist. Er wurde am 24. März 1994 in das Familiareninstitut des Deutschen Ordens aufgenommen und am 19. November 1994 investiert.
Siegfried Kremer wurde am 16. Februar 1927 als zweites von vier Kindern in Bamberg geboren. Hier besuchte er von 1938 bis 1947 die Volksschule und das Alte Gymnasium. Unterbrochen wurde die Schulzeit durch seine Einberufung zum Luftwaffenhelfer, Reichsarbeitsdienst und Kriegsdienst, bei dem er verletzt in Kriegsgefangenschaft geriet. Im Januar 1948 trat er dann als Nachwuchskraft beim Landratsamt Bamberg ein. Nach dem Besuch der Bayerischen Beamtenfachhoch-schule legte er die Anstellungsprüfung für den gehobenen Verwaltungsdienst ab und war dann als Diplom-Verwaltungswirt beim Landratsamt tätig. Von 1954 bis 1958 studierte er an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Nürnberg, bei der er mit der Abschlussprüfung das Verwaltungsdiplom erwarb.
Nach dem Durchlaufen der gehobenen Verwaltungslaufbahn bis zum Oberamtsrat wurde er durch seine Dienststelle zur Laufbahn des Höheren Verwaltungsdienstes zugelassen und so legte er im Februar 1973 vor dem Landespersonalausschuss die entsprechende Prüfung ab. Im Anschluss wurde er mit der Leitung der Abteilung I in der Kreisverwaltung des Landratsamtes Bamberg betraut. 1978 erreichte er mit der Ernennung zum Verwaltungsdirektor die Spitzenstellung seiner Laufbahn. Nach Erreichung der Altersgrenze mit Vollendung des 65. Lebensjahres trat er dann im März 1992 in den Ruhestand. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst hat er sich noch ehrenamtlich in hohem Maße für die Betriebsgemeinschaft und die Senioren des Landratsamtes engagiert.
Unser Confrater Siegfried Kremer heiratete im Juni 1953 seine Ehefrau Johanna, mit der er insgesamt fünf Kinder hatte, wobei zwei von ihnen schon früh verstorben sind. Auch seine Ehefrau ist schon einige Jahre vor ihm verstorben.
Neben seinem Engagement in der Komturei „Franke“, bei der er bis ins hohe Alter hinein bei fast keiner Veranstaltung fehlte, brachte er sich auch über Jahre als 1. Vorsitzender bei dem Katholischen Kasino Bamberg ein. Weiter war er aktives Mit-glied in der Katholischen Männergemeinschaft Kaiser-Heinrich-Gilde Bamberg im Cartell Rupert Mayer, die er viele Jahre überörtlich auf Diözesan-, Landes- und Bundesebene vertrat. So war er auch lange im Dekanats- und Diözesanrat des Erzbistums Bamberg vertreten.
Ausgehend von dem Motto des Deutschen Ordens mit seinem „Helfen und Heilen“ war er Gründungsmitglied des Hospizvereins Bamberg und dort Vorstandsmitglied. Darüber hinaus war er lange Jahre auch Schatzmeister des Bayerischen Hospizver-bandes.
Sein Gesundheitszustand zwang ihn dann vor einigen Jahren, in das Seniorenheim St. Walburga in Bamberg zu ziehen und sich dort betreuen zu lassen. Besuche bei ihm wurden aufgrund seiner Erkrankung leider immer schwieriger bis nahezu unmöglich. Am 5. August ist er dann im Beisein seiner Kinder friedlich eingeschlafen und zu seinem Schöpfer zurückgekehrt. Möge dieser ihm seine guten Taten auf Erden lohnen und seine Engel ihn zum Paradies geleiten!
R. I. P.
Thomas Koch FamOT
Komtur