Ökumenische Vesper zum Geburtstag der heiligen Elisabeth
Aus Anlass des Geburtstages der heiligen Elisabeth, der traditionell auf den 7. Juli datiert wird, versammelten sich Confratres der Komturei „An Rhein und Main“ in Marburg, um gemeinsam mit der evangelischen Elisabethkirchengemeinde in der Grabkirche unserer Ordenspatronin eine feierliche Vesper zu halten. Nach den Vespern zum 800-jährigen Marburger Stadtjubiläum 2022 und zum Elisabeth-Geburtstag 2024 war dies bereits die dritte ökumenische Vesper, die an diesem für den Orden so bedeutsamen Ort stattfinden konnte.
Der Liturgie standen der Propst des evangelischen Sprengels Marburg, Dr. Volker Mantey, und der Geistliche Assistent der Komturei, Pater Jörg Weinbach, gemeinsam vor. Pater Jörg stellte in seinem Geistlichen Wort zur Lesung aus Röm 12,9–16 die heilige Elisabeth als Vorbild christlicher Nächstenliebe in den Mittelpunkt. Elisabeth habe sich nicht wie Adelige ihrer Zeit darauf beschränkt, durch Stiftungen Armenfürsorge zu ermöglichen, sondern sei selbst tätig geworden. Dabei sei ihre Triebfeder ein tiefer, schon in der Kindheit erworbener Glaube und ihre Liebe zu Christus gewesen. Nicht nur Mitmenschlichkeit, sondern echte Nächstenliebe habe sie den Armen und Kranken geschenkt. Die Liebe zum Nächsten sei zugleich Ausdruck ihrer Liebe zu Christus gewesen. Die musikalische Gestaltung lag wie üblich in den Händen von Cfr. Diakon Dr. Stefan Wick, der die große Klais-Orgel der Elisabethkirche zum Erklingen brachte. Zudem wirkte eine kleine Schola unter der Leitung von Dr. Ulrike Wick-Alda mit.
Neben Vertretern der Fuldaer Komturei Rhabanus Maurus des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem nahmen der Dekan des evangelischen Kirchenkreises Marburg, Dr. Burkhard Freiherr von Dörnberg, Pfarrer Markus Blümel von der Pfarrei St. Peter und Paul in Marburg sowie der Marburger Dechant Pfarrer Sebastian Blümel an der Vesper teil. Letzterer verstärkte auch mit seinem Gesang die Schola.
Komtur Dr. Dirk Hohn dankte am Schluss der Liturgie dem Propst und der evangelischen Kirchengemeinde für die erneute Gelegenheit zum gemeinsamen Beten und Singen an der Grablege der Patronin des Deutschen Ordens und betonte dabei, wie sehr die Komturei ihre in den letzten Jahren gewachsene ökumenische Verbundenheit mit der Elisabethkirchengemeinde wertschätzt.
Ein sich anschließender Sektempfang im Marburger Hof bot Gelegenheit, sich auszutauschen und mit den anwesenden Gästen ins Gespräch zu kommen. Für die später noch anwesenden Confratres und Gäste endete der Tag mit einem gemeinsamen Essen im Restaurant des katholischen Regionalhauses KA.RE.
Joachim Unger FamOT