Hochmeister in Altshausen
Seit jeher hatten die Hochmeister des Deutschen Ordens ein besonders enges Verhältnis zu Altshausen, dem Sitz des Landkomturs ihrer Kammerballei Schwaben-Elsass-Burgund. Dieses setzte sich auch über die Säkularisation hinweg bis in unsere Zeit fort, vor allem seit die Herzöge von Württemberg dort ihren Wohnsitz wählten. So hat die Gemeinde der Schloss- und Pfarrkirche St. Michael Hochmeister Frank gebeten, in Altshausen das Sakrament der Firmung zu spenden. Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes wurden 52 Jugendliche durch den Herrn Hochmeister am 13. Juni 2026 gefirmt. Ein ganz besonderes Ereignis für jeden Firmling und nicht zuletzt auch für Altshausen.
Am Abend dieses festlichen Tages war Hochmeister Frank Ehrengast eines Großen Zapfenstreichs, den das traditionsreiche Bürgerwachbataillon und die Stadtgarde zu Pferd Bad Saulgau aus Anlass des Patroziniums St. Johannis zelebrierten. Zum Abschuss der Zeremonie auf dem Kirchplatz inmitten der Stadt sangen alle das Te Deum „Großer Gott, wir loben Dich“. Ein ergreifendes Erlebnis in unserer säkularen Welt.
Der Sonntag war den oberschwäbischen Familiaren gewidmet, die das Hochamt mit ihrem Hochmeister in der Schlosskirche feierten und im Anschluss Gäste der Herzogin Diane von Württemberg im Schloss Altshausen waren, der Witwe des verehrten Ehrenritters und Förderers Herzog Carl. Herzogin Diane zeigte, auch wenn ihr Gemahl bereits vor einigen Jahren verstorben ist, weiterhin großes Interesse am Deutschen Orden und der Komturei. Sie lud ein, sich bald wieder in Altshausen zu treffen und ihre Gäste im Schloss zu sein. Somit ist und bleibt dieser Ort auch in Zukunft ein wichtiger Treffpunkt für den Orden und die Komturei „An Tauber, Neckar und Bodensee“.
Joachim Staudenmaier FamOT