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Gemeinsame Einkehrtage in der Steiermark

Komtureien „An Mur und Mürz“ und „An Enns und Salzach“ – 3. bis 5. Juli 2026

 

Wie soll man die Fülle an Impulsen und Eindrücken zu Papier bringen? Es war einfach nur großartig!

 

Diesmal wurden die dritten gemeinsamen Einkehrtage der Komtureien „An Mur und Mürz“ und „An Enns und Salzach“ von den Steirern im bischöflichen Schloss Seggau vorbereitet. Als spirituellen Leiter konnten wir Pater Ewald Volgger gewinnen. Die Confratres beider Komtureien, die zum Teil mit ihren Partnerinnen angereist waren, wuchsen schnell zu einer großen Familie zusammen. Unsere Gemeinschaft umfasste insgesamt 27 Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

 

Das Schloss in herrlicher Landschaft und das angenehme Wetter bildeten einen wunderbaren Rahmen für Zusammenkunft. Nach dem Ankommen und Begrüßen versammelten wir uns in der Michaelskapelle zur ersten Vesper. Am Gedenktag des Apostels Thomas stellte Pater Ewald diese unter „die Begegnung mit dem Herrn“. Thomas sei nicht ungläubig gewesen, ihm habe lediglich die Gotteserfahrung gefehlt. Dieser und auch die folgenden Impulse waren getragen von spiritueller Tiefe und Lebendigkeit, alleine auch schon durch die Lieder, die wir vor der jeweiligen Feier unter Anleitung von Pater Ewald kurz einstudierten, um ihnen den nötigen Schwung zu verleihen. Nach dem Abendessen folgte der geistliche Impuls in einem der Seminarräume im hohen Schloss. Pater Ewald widmete den Abend der Heiligkeit, die wir alle durch die Taufe verkörpern, um sie anderen Menschen zugutekommen zu lassen.

 

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Am Samstag begannen wir mit den Laudes in der Michaelskapelle. Diesen zweiten Tag widmete Pater Ewald dem Wirken und der Verehrung von Pater Peter Rigler und ging in den Laudes auf den Segen ein. Beim Vormittagsimpuls nach dem Frühstück folgte Pater Ewald der Marienverehrung von Peter Rigler. Für den Niedergeschlagenen besorgte der barmherzige Samariter Wein und Öl, Wein als Symbol für das Leben und Öl zum Heilen der Wunden. Pater Ewald übergab dazu der Komturei „An Mur und Mürz“ eine Kopie der Ikone Christus Medicus, die er vor einigen Jahren hatte schreiben lassen. Wein war es auch, der bei der Hochzeit zu Kana ausgegangen war. Maria trug den Dienern auf, zu tun, was Jesus sage. Und Jesus wandelte das leere Wasser wieder zu lebensfrohem Wein. Wir sollen Maria folgen, dann bekommen wir von Jesus Leben geschenkt. Pater Ewald erzählte, dass die Dichterin des Liedes „Segne du Maria“ die evangelisch-lutherische Pfarrerstochter Cordula Wöhler war, die 1870 zum Katholizismus konvertierte. Da ihr die Mutter den Wunsch verweigerte, sie zu segnen, wandte sie sich in dem später vertonten Gedicht an die himmlische Mutter und vertraute sich dieser als ihr Kind an. Am Nachmittag stand eine Führung durch das bischöfliche Schloss samt Glockenturm auf dem Programm. Danach pilgerten wir zur Wallfahrtskirche Frauenberg und hielten dort die Vesper. Wir beteten die Andacht zum Diener Gottes Peter Rigler. Der Abend klang in der Buschenschank Kieslinger in Haselbrunn in Kogelberg aus.

 

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In den Laudes am Sonntag ging es um den Segen. Die beiden Komture bedankten sich bei Pater Ewald für die spirituelle Begleitung durch die Einkehrtage und überreichten ihm einen Geschenkkorb mit Spezialitäten aus der Region. Nach dem Frühstück brachen wir nach Graz auf. In der Kirche St. Andrä im Bezirk Gries feierte der Geistliche Assistent der Komturei „An Mur und Mürz“, Confrater Alois Kölbl, gemeinsam mit der afrikanischen und lateinamerikanischen Community sein Silbernes Priesterjubiläum. Es war ein großartiges Fest, mit feierlichem Einzug, mit afrikanischen Trommeln, Tanz, Musik und sehr viel Lebensfreude und Herzlichkeit. Die Kirche war voll bis zum letzten Platz. Einer aus unseren Reihen meinte, denen gehöre die Zukunft. Die Ministranten waren alle Afrikaner. Eine berührende Geste war, dass die Ministranten kurz die Hand auf das Herz legten und sie dann zum Friedensgruß reichten und einen freudig dabei anstrahlten. Der Friedensgruß kam von Herzen. Als große Überraschung für Confrater Kölbl zogen die Minis zur Gratulation T-Shirts mit dem Bild ihres „Fathers“ an. Nach einem wieder genauso feierlichen und temperamentvollen Auszug nahm das Fest im Pfarrgarten mit Musik, Tanz und Essen seinen weiteren Lauf, wobei der Jubilar – nicht am Rande, sondern mitten im Geschehen – durch eigene Tanzeinlagen eine Probe seines ungeahnten Talentes abgab. Der sich sichtlich in beiden Gemeinschaften (jener seiner Pfarre und der unsrigen) wohlfühlende Jubilar fasste dies wie folgt zusammen: „Rwanda goes Teutonic Order“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Dr. Alexander Singer FamOT und Dr. Thomas Schwierz FamOT

Komture

 

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