Fronleichnamsprozession in Freiburg
Am Hochfest Fronleichnam nahm auch in diesem Jahr eine kleine Abordnung der Familiaren der Komturei am Oberrhein an der Prozession in Freiburg teil. Viele Familiaren sind in ihren Heimatpfarreien aktiv eingebunden, sodass die Präsenz bewusst reduziert, aber umso geschlossener erfolgte. Die Feier begann mit dem Pontifikalamt im Freiburger Münster, gefolgt von der Prozession durch die Innenstadt. Neben Klerus und Domkapitel prägten Ordensgemeinschaften, Studentenverbindungen, muttersprachliche Gemeinden sowie die Freiburger Zünfte mit ihren historischen Insignien das Bild des Zuges. Die Festpredigt hielt in diesem Jahr Weihbischof Dr. Peter Birkhofer. Im Zentrum stand die Bedeutung der Eucharistie als bleibende Gegenwart Christi: Fronleichnam werde als Ausdruck der Anbetung verstanden und zugleich als Einladung, aus der eucharistischen Gemeinschaft heraus den Glauben sichtbar und wirksam in den Alltag zu tragen.
Die Teilnahme der Familiaren unterstrich die enge Verbundenheit des Deutschen Ordens mit Freiburg, wie sie sich zuletzt auch in der Investitur 2024 gezeigt hat. Gemeinsam mit anderen geistlichen Gemeinschaften, darunter auch den Grabesrittern, fügten sie sich stimmig in das Gesamtbild der Prozession ein. Auffällig war erneut der Rückgang der klassischen Blumenteppiche im Stadtgebiet, bedingt durch klimatische Herausforderungen und den Mangel an Helfern. In vielen Schwarzwaldgemeinden hingegen wird diese Tradition – teils in angepasster Form – weiterhin mit großem Engagement gepflegt.
Den geselligen Ausklang fand der Tag im Augustiner, wo sich zahlreiche Teilnehmer begegneten und eine der Trachtenkapellen der Prozession für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte.
Stephan Siebelt FamOT