Fronleichnam in Würzburg, Bamberg und Bayreuth
Eine stattliche Anzahl an Familiaren beteiligte sich auch in diesem Jahr an den Fronleichnamsprozessionen in Bamberg, Bayreuth und Würzburg.
In Würzburg begannen die Feierlichkeiten mit einem Hochamt im Kiliansdom. In seiner Predigt betrachtete Bischof Dr. Franz Jung die „eucharistische Spiritualität“, von der Papst Leo XIV. in seiner ersten Enzyklika „Magnifica humanitas“ spricht. Erlösung komme nicht durch technische Selbstoptimierung, sondern dadurch, dass „Gott unsere Schwachheit annimmt und sie so in neues Leben verwandelt, wie wir es in der Eucharistie feiern“. Gegen alle Versuche, den Menschen durch Technik immer besser zu machen, sage der Papst: Wir sind und wir bleiben endliche Menschen. Der Mensch sei keine Maschine, deren Funktionsfähigkeit permanent verbessert werden müsse. Gott dagegen steige in die Geschichte der Menschen hinab und werde Mensch, um die Menschennatur von innen her zu verwandeln. In der Eucharistie werde Christus in Leib und Blut gegenwärtig, „mitten unter uns, um uns Anteil zu geben an seinem göttlichen Leben“. Der Wert einer Zivilisation messe sich an der Fürsorge, die sie zu leisten vermöge, fuhr Bischof Jung fort. Kein noch so ausgeklügeltes Computersystem „erschafft ein Herz, das sich hingibt, oder ein Gewissen, das das Gute erkennt“, schreibe Papst Leo. „Technik ist und bleibt herzlos, was aber die Welt rettet ist ein mitfühlendes, empfindsames Herz, das Herz Jesu“, sagte der Bischof. Das Wachstum einer wahrhaft zivilisierten Gesellschaft zeige sich im Wachstum gegenseitiger Fürsorge. Wahre Erfüllung entstehe nicht aus der Beseitigung von Schwäche, sondern wenn Fortschritt an der Würde jedes Einzelnen und am Wohlergehen aller Völker gemessen werde.
Im Anschluss an das Pontifikalamt trug Bischof Dr. Franz Jung die Monstranz mit dem Allerheiligsten zur Residenz und von dort zum Neumünster, wo er den feierlichen Schlusssegen erteilte. Nach der Prozession hatte Bischof Jung zu einer Begegnung bei Bratwurst und Bier auf die Terrasse des Burkardushaus eingeladen. Der Domchor intonierte „Viel Glück und viel Segen“ und das Blasorchester Kürnach spielte „Happy Birthday“, als der Bischof die Terrasse betrat, da er doch an diesem Tag seinen 60. Geburtstag beging. Komtureikanzler Jörg Steinhoff gratulierte ihm zusammen mit seiner Frau Angelika im Namen der Komturei „Franken“ aufs Herzlichste und wünschte Gottes Segen und allseits eine glückliche Hand. Als Dankeschön für die Unterstützung der Komturei überreichte der Komtureikanzler ein Glückwunschschreiben des Komturs Thomas Koch sowie ein Buchgeschenk.
Jörg Steinhoff FamOT
Komtureikanzler