Die „Lange Nacht der Kirchen“ in der Singerstraße
Das Beste kommt zum Schluss. Einmal mehr bewahrheitete sich dieser Satz beim Konzert der Hoch- und Deutschmeisterkapelle aus Anlass der „Langen Nacht der Kirchen“. Mit dem Radetzkymarsch von Johann Strauss beendeten sie ihre halbstündige Tour d’Horizon durch die bekanntesten altösterreichischen Militärmärsche unter der bewährten musikalischen Leitung ihres Kapellmeisters Reinhold Nowotny. Den berühmten Hoch- und Deutschmeister-Marsch „Wir sind vom k. und k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4“ behielten sie sich als Zugabe vor und als der Applaus im vollen Hof des Deutschen Ordens kein Ende nahm, gab es mit „O Du mein Österreich“ von Franz von Suppé zum Abschluss noch eine weitere, ungeplante Zugabe. Danach ging der frühsommerliche Abend bei Brot und Wein weiter, ehe Altballeimeister Paul Drobec mit von ihm verfassten meditativen Texten bei einer Lesung einen besinnlichen Kontrapunkt zum ausgelassenen Konzert setzte.
Den Auftakt zur „Langen Nacht der Kirchen“ machte am letzten Arbeitstag im Marienmonat Mai eine vom Rektor der Elisabethkirche, Pater Piotr Rychel, gestaltete tiefgründige Marienandacht in der Elisabethkirche. In seiner an die Schriftlesung von der Hochzeit zu Kana anknüpfenden Homilie betonte Pater Piotr das Vorbild Mariens im Hinblick auf das aufmerksame Hinsehen, um das sensible Wahrnehmen der Sorgen und Nöte der Menschen, wobei es das Wort Jesu ist, das zählt: „Was er euch sagt, das tut.“ So wie anschließend im Hof mischten sich auch davor in der Kirche Familiaren des Deutschen Ordens, die Gottesdienstgemeinde von St. Elisabeth und zahlreiche Besucher der „Langen Nacht der Kirchen“ zu einer bunten Gottesdienstgemeinde zusammen.
PD Dr. Helmut Wohnout FamOT
Balleimeister