Asam-Barock und Marienfrömmigkeit im Benediktinerkloster Rohr
Im Marienmonat Mai ist es eine gute Tradition, dass die Komturei „An der Donau“ ein Konveniat mit einer Maiandacht verbindet. Auf Einladung von Confrater Simon Steber, der am Gymnasium Rohr tätig ist, konnte Komtur Dr. Thomas Koch am 16. Mai 2026 viele Confratres und deren Ehegattinnen in der niederbayerischen Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt, begrüßen, um die Benediktinerabtei Kloster Rohr zu besuchen.
Dass dieser unscheinbare kleine Ort einen der bedeutendsten und reifsten Kirchenbauten Bayerns beherbergt, wurde manchem erst vor Ort bewusst, als Pater Fabian Jürgens OSB nach einem kleinen Willkommenstrunk und Imbiss in einer kurzweiligen und fachlich sehr versierten Führung in die Geschichte des Konvents und der Klosterkirche einführte, die der „Himmelfahrt Mariens“ geweiht ist. Architekt und wichtigster Ausstatter der Kirche war der zu Baubeginn erst 25-jährige Egid Quirin Asam, der in Rohr sein erstes eigenständiges Werk schuf, welches zugleich als eines seiner besten gilt. Von ihm stammt auch der Hochaltar mit einer plastischen Darstellung der Himmelfahrt Mariens als „theatrum sacrum“. Die folgende Maiandacht, der Pater Fabian vorstand und die musikalisch Daniel Harlander, Fachschaftsleiter Musik am Gymnasium Rohr, gestaltete, war der Bitte um Frieden auf Erden und in unserer Gesellschaft gewidmet.
Das Konveniat klang, der Jahreszeit und der Region angemessen, bei Spargel und guten Gesprächen im benachbarten Gasthof Sixt aus.
Michael Fischl FamOT