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Einkehrwochenende im Bonifatiuskloster Hünfeld

Komturei „An Rhein und Main“ und Subkomturei „Sachsen und Thüringen“ – 20. bis 22. März 2026

 

Am Wochenende vom 20. bis 22. März versammelten sich Confratres der Komturei „An Rhein und Main“ und der Subkomturei „Sachsen und Thüringen“ zu einem Einkehrwochenende. Unterkunft bot das Oblatenkloster Hünfeld in der Diözese Fulda. Neben Familienangehörigen waren in diesem Jahr auch Kandidaten unter den Teilnehmern.

 

Inhaltlich hat der Geistliche Assistent der Komturei „An Rhein und Main“, Pater Jörg Weinbach, mit einer Einführung und drei Impulsen den spirituellen Input gegeben, ohne den solche Einkehrtage nicht auskommen. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter war der Ausgangspunkt. Bereits am Ankunftstag erfolgten Aussagen exegetischer Art. Dabei räumte Pater Jörg gleich mit der häufig anzutreffenden Vermutung auf, der fragende Gesetzeslehrer habe eine feindliche Einstellung. Vielmehr war er einer der 72 von Jesus ausgesandten Jünger und redete ihn auch mit Meister an. Im ersten Teil des Gleichnisses antwortet Jesus mit einer Gegenfrage (Was steht im Gesetz?) und ermutigt den Fragesteller (Du hast richtig geantwortet). Der zweite Teil des Gleichnisses ist gleich aufgebaut: Auf die Frage (Was muss ich tun?) gibt Jesus den Hinweis auf die Thora und auf die weitere Frage (Wer ist mein Nächster?) erzählt er das Gleichnis mit einer konkreten Aufforderung (Geh und tu desgleichen).

 

Am Folgetag erfolgte dann in einem ersten Impuls die Auslegung des Gleichnisses im Detail. Priester und Levit ließen den Überfallenen liegen: Eine bewusste Entscheidung, obwohl sie beide um Gottes Gebot der Doppelliebe wussten. Die wahre Gottesliebe kann nicht von der Menschenliebe getrennt werden. Anders dann der Samariter, der alles Erforderliche für den Überfallenen tut, dabei aber auch seine eigenen Interessen nicht vernachlässigt (so bringt er sich selbst auch in Sicherheit und geht später seinen Geschäften nach). Die geforderte Liebe (wie sich selbst) überfordert deshalb nicht.

 

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In einem zweiten Impuls widmete sich Pater Jörg der allegorischen Betrachtung des Gleichnisses und im letzten Impuls war die neu geschriebene Ikone, die Christus selbst in dem Samariter sieht, der dem Überfallenen (der Christus-ähnlich dargestellt ist) hilft. Hier sind mit dem Feldspital vor Akkon (klar erkennbar an den Zelten mit DO-Kreuzen) und dem Spital St. Maria Alemannorum in Jerusalem, welches dem Orden seinen Namen gab, Bezüge zum Orden gegeben. Das Spital der Deutschen war für die Kreuzfahrer Ort des Todes und der Auferstehung (das himmlische Jerusalem). Damit schlug Pater Jörg die Brücke zu uns und unseren Verpflichtungen. Im Zeichen der persönlichen Anteilnahme wird man durch eigene Entscheidung dem anderen zum Nächsten. Geh und handle genau so!

 

Gestärkt durch die durchdachten Impulse, das während der Tage gepflegte Stundengebet (und die gemeinschaftlich verbrachten Abende) feierten die Teilnehmer gemeinsam mit der Gemeinde am Sonntagmorgen unter Leitung von Pater Provinzial Christoph Heinemann OMI in Konzelebration mit Pater Jörg die Eucharistie. Ein letztes gemeinsames Mittagessen beendete ein schönes Wochenende, welches in diesem Jahr auch die Gemeinschaft über die Komtureigrenzen hinweg gefestigt hat. Pater Jörg für seine geistlichen Impulse und dem Komtureikanzler Michael Poßner, der für die Organisation verantwortlich zeichnete, aber dann leider krankheitsbedingt nicht mitfahren konnte, sei herzlich gedankt!

 

Dr. Dirk Hohn FamOT

Komtur

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