Requiem aeternam dona eis, Domine, et lux perpetua luceat eis
Am 16. März zelebrierte Confrater Domdekan em. Prälat Günter Putz in St. Peter und Paul ein Requiem zum Gedenken an den verheerenden Bombenangriff auf Würzburg an diesem Tag im Jahre 1945.
Das beste Bombergeschwader der Royal Airforce, die Bomber Group Nr. 5, trug 924 Tonnen Bomben aufgeteilt in 256 Spreng- und 397 650 Brandbomben in einen der größten Kunstschätze Deutschlands. Die Munition war perfekt auf das reichlich vorhandene Holz des Würzburger Rokoko abgestimmt worden. Nach siebzehn Minuten war das Werk Balthasar Neumanns zu 90 Prozent zerstört. Würzburg verlor in diesen wenigen Minuten etwa 5000 von 107000 Einwohnern. Zwanzig Tage später eroberte die 7. US-Armee die Stadt.
Am Gottesdienst nahmen neben den Familiaren der Komturei „Franken“ und ihren Angehörigen für den Malteserorden Herr Hans-Georg von Mallinckrodt und für den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem der Leitende Komtur der Komturei St. Bonifatius Walldürn Dr. Martin Seitz teil.
Confrater Putz stellte die Tageslesung in den Mittelpunkt seiner Homilie. So spricht der Herr: Siehe, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn. … Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Weinberge pflanzen und selbst deren Früchte genießen. Ja, die Würzburger, insbesondere die Trümmerfrauen, bauten ihre Stadt wieder auf. Gleichwohl wird jährlich an das Frühere zur Mahnung mit einem siebzehnminütigen Glockengeläut aller Kirchen gedacht.
Im Anschluss an das Requiem trafen sich die Confratres noch zu einem Schoppen im Bürgerspital, um dann um 21:20 Uhr vor dem Hauptportal des Kiliandoms dem Glockengeläut zu lauschen.
Jörg Steinhoff FamOT
Komtureikanzler