Nachruf auf Confrater Markus Johannes Tüshaus
Die Komturei „An Weser und Ems“ nimmt Abschied von ihrem Confrater Domvikar Markus Johannes Tüshaus. Er verstarb am 13. Februar 2026 in Marl im Alter von 52 Jahren. Mit großer Trauer und in dankbarer Erinnerung hat die Komturei die Nachricht von seinem Heimgang aufgenommen. Gott, der Herr über Leben und Tod, hat ihn aus unserer Mitte zu sich gerufen.
Markus Johannes Tüshaus wurde am 29. Mai 1973 in Marl/Westfalen geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1993 trat er in das Bischöfliche Collegium Borromaeum in Münster ein und begann sein Studium der Theologie in Münster und Luzern, das er 1998 mit dem Diplom abschloss. Es folgte das Pastoralpraktikum in Geldern. Nach dem Diakonatskurs im Priesterseminar Münster (1999) empfing er im Jahr 2000 die Diakonenweihe und wirkte als Diakon in Xanten. Die Priesterweihe empfing er am 3. Juni 2001 in Münster. In den ersten Jahren seines priesterlichen Dienstes war er unter anderem zur Vertretung an St. Viktor in Xanten eingesetzt sowie als Vicarius substitutus an St. Remigius in Borken tätig. Anschließend wirkte er als Vikar in der Pfarrei St. Johannes und St. Ludgerus in Billerbeck. Seit 2004 versah er zusätzlich den Dienst als Vernehmungsrichter am Offizialat Münster. 2006 wurde er Rektor des Deutschen Studentenheims in Münster, mit dem Studium des Kirchenrechts beauftragt sowie Domvikar und Zeremoniar am Hohen Dom St. Paulus in Münster.
Markus Johannes Tüshaus wurde 2007 investiert und war unserer Komturei über viele Jahre hinweg verbunden. Als Confrater des Deutschen Ordens fühlte er sich dem christlichen Auftrag unseres Ordens verpflichtet und stand in der Gemeinschaft der Confratres in brüderlicher Gesinnung.
Seine Zugehörigkeit zum Orden war geprägt von Achtung vor der langen geistlichen und geschichtlichen Tradition des Deutschen Ordens sowie von dem Wunsch, diese Tradition in unserer Zeit mitzutragen. In Begegnungen und Gesprächen erlebten wir ihn als einen ruhigen und besonnenen Menschen, der der Gemeinschaft mit Wohlwollen und Wertschätzung begegnete. Seine letzten Jahre waren geprägt durch seine schwere Krankheit.
Wir verlieren mit ihm einen Confrater, dessen Andenken wir in Dankbarkeit bewahren werden. Sein Leben und seine Verbundenheit mit unserem Orden bleiben Teil unserer gemeinsamen Geschichte. Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm im Leben nahegestanden haben. Möge ihnen der Glaube Trost und Hoffnung schenken.
Im Vertrauen auf die Verheißung Christi empfehlen wir unseren verstorbenen Ordensbruder der Barmherzigkeit Gottes und beten für ihn.
"Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dort erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter.“ (Phil 3,20)
Ulrich Kipp FamOT
Komtur