Fastenkonveniat auf dem “Hof der Hoffnung” (Fazenda da Esperança) in Veltem-Beisem
Am 19. März 2026, dem Patrozinium des heiligen Joseph, fand in Veltem-Beisem in der Nähe von Leuven das Fastenkonveniat der Selbständigen Komturei “Alden Biesen” statt. Dort waren wir zu Gast beim Hof der Hoffnung (Fazenda da Esperança), der süchtigen Jugendlichen und Erwachsenen hilft eine neue Perspektive für ihr Leben zu entdecken und so ihre eigene Freiheit wiederzugewinnen. Der Hof bietet eine Antwort auf ihr oft jahrelanges Suchen nach einer Alternative zu ihrem bisherigen problematischen Leben.
Zuerst wurde unter Leitung unseres Geistlichen Assistenten Leo De Weerdt in der kleinen Hauskapelle im Keller des Hofes Eucharistie gefeiert. Anschließend schilderte Jan Cosemans, der Leiter der belgischen Fazenda, in einem Vortrag die Gründung der Fazendas in Brasilien und erzählte über seinen Aufenthalt und seine Ausbildung in den deutschen Fazendas von Xanten und Berlin. Die Heilung stützt sich auf drei Pfeiler: Die Bewohner leben in Gemeinschaft und lernen miteinander durch gegenseitige Hilfe einen neuen Lebensstil kennen. Sie versorgen sich durch Arbeit so weit wie möglich selbst, indem sie ihren Lebensunterhalt nach bestem Vermögen selbst erwirtschaften. Die Spiritualität des Alltags richtet sich sehr stark an den Worten der Bibel. Jan erzählte auch, wie am 13. Oktober 2018 in der Klause von Hamont-Achel die erste belgische Fazenda gegründet wurde. Unser Confrater Mark Geleyn hatte sich aktiv bemüht, diese Gründung im flämischen Kempenland zu ermöglichen. Seit dem 11. Oktober 2023 ist der Hof nach Veltem-Beisem in der Nähe von Leuven umgesiedelt.
Nach seinem sehr beeindruckenden Vortrag folgte eine Fastenmahlzeit mit hausgemachter Suppe, hausgebackenem Brot, Käse und Schinken. Zum Abschluss beteten wir gemeinsam mit Leiter Jan und den Bewohnern und Mitarbeitern des Hofes das Abendgebet.
Nachdem wir anschließend an das gemütliche brüderliche Beisammensein im kleinen Hausladen die Fazenda auch finanziell unterstützt hatten, indem wir hausgemachte Marmelade, brasilianischen Kaffee und diverse von den Bewohnern gebastelte Andenken gekauft hatten, kehrten wir, beeindruckt vom herzlichen Empfang und überzeugt von der sinnvollen Heilung durch dieses einfache Leben in der Fazenda, wieder heim.
Ward Hendrickx FamOT
Fotos: Rita Hendrickx-Jungbluth