Druckansicht - Sonntag 20. Mai 2012

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Komturei Franken


Der einst mächtige Deutsche Orden war bis 1809 ein bedeutender Teil der Deutschen Geschichte  im   fränkischen   Alltag.    Ehemals  bildete  die  Ballei  Franken  des  Deutschen Ordens  das  Herzstück  der  deutschen Balleien  und  überragte  alle  anderen  an Reichtum und Landbesitz. Der Orden baute Städte, Burgen und Schlösser, war ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und wurde schließlich ein fester Bestandteil der fränkischen Kulturlandschaft. Davon zeugen heute noch viele Orte in Franken wie Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber, Ellingen, Virnsberg, Wolframs-Eschenbach, Würzburg oder Münnerstadt. Der Deutsche Orden ist  auch nach der Säkularisation und dem nationalsozialistischen Regime nicht untergegangen, sondern er lebt.  Er ist ein Teil der Deutschen Geschichte und macht nach wie vor Geschichte. 

 

 

 

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Deutscher Orden  und St. Elisabeth in Nürnberg

            

Zum ältesten Besitz in Franken zählt die ehemalige Kommende Nürnberg.

1209 schenkte Otto IV. die im Königshof gelegene Jakobskirche dem Ritterorden.

So konnte der Deutsche Orden im Jahre 2009 sein 800-jähriges Bestehern feiern.

 

Unübersehbar ist die Kuppel mit dem goldenen Deutsch-Ordens-Kreuz im Häusermeer der Stadt Nürnberg. Ursprünglich war die Elisabethkirche eine Spitalkirche, die zum angrenzenden Deutsch-Ordensspital gehörte. Die heutige Elisabethkirche ist ein klassizistischer Kirchenbau, der 1785 begonnen wurde. Eingangsbereich und Chor der Kirche bilden zusammen ein Quadrat, das durch den Kuppelbau durchbrochen ist.  Vierzig Säulen sind  harmonisch im Innenraum eingegliedert. Sie sind es, die dem Kirchenraum Leben, Leichtigkeit und zugleich Größe verleihen. In der Kuppel  befinden sich zwölf Apostelfiguren. Vor dem Volksaltar ist eine Reliquie der Heiligen Elisabeth im Boden eingelassen.

 

St. Elisabeth gehört zum Seelsorgebereich der "Katholischen Innenstadtkirche Nürnbergs", die heute wieder von Geistlichen des Deutschen Ordens betreut wird.

 

   

 



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