Familiaren sind Mitglieder des Deutschen Ordens, Laien und Priester, die jedoch im Gegensatz zu den Geistlichen Brüdern des Deutschen Ordens und den Deutschordensschwestern keine ewigen Gelübde ablegen. Sie bilden den dritten Zweig des Ordens.
Das Institut der Familiaren gliedert sich in die Balleien „Österreich", „Deutschland", „Italien" (Rom und Sizilien), „An der Etsch und im Gebirge" (Südtirol und Tirol), „Böhmen, Tschechien und die Slowakei" sowie in die selbständige Komturei „Alden Biesen" in Belgien.
Der mittelalterliche Begriff „Balle"i bezeichnet somit die Provinz eines Ritterordens. Als nächste Verwaltungseinheit folgen die Kommenden mit einem Komtur an der Spitze. Im Familiareninstitut wird heute der Begriff „Komturei" verwendet. Davon gibt es in Deutschland derzeit neun. Aus der historischen Entwicklung sind sie überwiegend nach Flüssen benannt und erstrecken sich jeweils auf das Gebiet mehrerer Diözesen.
Die Komtureien wählen für jeweils drei Jahre einen Vorstand, der aus sechs Mitgliedern besteht und dem ein Geistlicher Assistenten angehört.